Religionswechsel, Konfessionswechsel und Bekehrung in religiös pluralen Gesellschaften. Studien zur Bedeutung der Konversion in Lebensläufen, Kirchen, Religionsgemeinschaften und Rechtsordnungen
Third-party funded project
Project title Religionswechsel, Konfessionswechsel und Bekehrung in religiös pluralen Gesellschaften. Studien zur Bedeutung der Konversion in Lebensläufen, Kirchen, Religionsgemeinschaften und Rechtsordnungen
Principal Investigator(s) Lienemann, Christine
Co-Investigator(s) Lienemann, Wolfgang
Project Members Plüss, David
Bernhardt, Reinhold
Bryner, Erich
Bumbacher, Stephan Peter
Sathianathan, Clarke
Frei, Daniel
Guder, Darrell L.
Hackett, Rosalind I.J.
Jaggi, Sabine
Jathanna, Origen Vasantha
Kim, Sebastian
Juillerat, Roger
Leuenberger, Susanne
Mahlmann-Bauer, Barbara
Malek, Roman
Matthey, Jacques
Morgenthaler, Christoph
Omenyo, Cephas
Pahud de Mortanges, René
Pahud de Mortanges, Elke
Rambachan, Anantanand
Schindehütte, Matti
Sinner, Rudolf, von
Guy, Thomas
Ucko, Hans
Kollmar-Paulenz, Karénina
Organisation / Research unit Ehemalige Organisationseinheiten Theologie / Ökumene und Missionswissenschaft (Lienemann)
Project start 01.10.2008
Probable end 30.09.2011
Status Completed
Abstract

Konversionen im Sinne eines Wechsels individueller und kollektiver religiöser Identitäten und Zugehörigkeiten sind ein Kennzeichen religiös pluraler Gesellschaften. Anknüpfend an sozialwissenschaftliche Studien zur Konversionsproblematik sollen deren Fragestellungen und Perspektiven in einem interdisziplinären Projekt zusammengeführt, zugespitzt und im Blick auf mögliche Handlungsempfehlungen in Konfliktsituationen ausgewertet werden.

Wichtige Ziele sind, die verschiedenen Ebenen und Aspekte religiöser Konversion in ihren Wechselwirkungen und Zusammenhängen zu erschliessen, praktische Konsequenzen für das Verhalten von Individuen und Gruppen in religiös pluralen Gesellschaften zu untersuchen, sowie Handlungsempfehlungen für Religionsgemeinschaften und die politisch-rechtlichen Verantwortungsträger in verschiedenen Staaten zu formulieren. Im Fokus steht der Umgang mit der Konversionsproblematik im Christentum; andere Religionen (Judentum, Islam, Hinduismus, Religionen Chinas) werden exemplarisch mit berücksichtigt.

Vom Gesamtprojekt sind in verschiedenen Hinsichten wichtige Anstösse und Einsichten für die künftige Konversionsforschung zu erwarten:

1. Systematische Zusammenführung bisher weithin unverbundener Forschungsansätze aus den beteiligten Disziplinen und Überwindung disziplinärer Engführungen;

2. Anstösse für eine methodisch reflektierte Kooperation zwischen Sozialwissenschaften, Religionswissenschaft und Theologie;

3. Einsichten und Empfehlungen für den Umgang mit interreligiösen Konflikten in einer multireligiösen Gesellschaften;

4. Einsicht in und Respekt für die individuellen Abläufe von Konversionsprozessen;

5. Förderung der konfessions- und religionsübergreifenden Verständigung über Proselytismusprobleme;

6. Anregungen für Konsequenzen auf dem Gebiet des Religionsverfassungsrechts.

Insgesamt 37 Beiträgen zu verschiedenen Dimensionen der Konversionsproblematik werden in sechs Schwerpunktthemen gebündelt, denen jeweils 5-6 Einzelstudien zugeordnet sind. Begonnen wird mit der aktuellen Problemwahrnehmung von Konversion aus der Perspektive des Individuums. Anschliessend werden paradigmatische Konstellationen von Bekehrung bzw. Konversion und Religionswechsel in der Geschichte des Christentums in Europa und der aussereuropäischen Welt analysiert. Es folgen Beiträge zu innerchristlichen Varianten des Umgangs mit Konfessionswechsel aus der Sicht unterschiedlicher Kirchen in Ost- und Westeuropa, Afrika und Lateinamerika. Nicht-christliche Religionen, die in einem Land die Religion der Bevölkerungsmehrheit darstellen und eine dominante Stellung einnehmen, werden anschliessend mit den als kleine Minderheiten im selben Land existierenden Kirchen verglichen. Weitere Beiträge befassen sich mit der Konversionsproblematik im staatlichen Religionsverfassungsrecht in Europa, Afrika und Asien. Zuletzt werden die Ergebnisse in vergleichender Perspektive ausgewertet und Empfehlungen für interreligiöse Beziehungen, im Blick auf länderspezifische Fragen des staatlichen Religionsrechts sowie die (kirchliche) Praxis in religiös pluralen Gesellschaften formuliert.

Keywords mission, Hinduism, Christianity, religious freedom, conversion, change of religion, Gender, Islam, religious law, apostasy, Chinese religions, Judaism
Financed by Swiss National Science Foundation (SNSF)
   

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11/12/2018