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Fördermassnahmen zur Energieeffizienz des Gebäudeparks: Wahrnehmung, Wirkung und Optimierungspotential
Third-party funded project
Project title Fördermassnahmen zur Energieeffizienz des Gebäudeparks: Wahrnehmung, Wirkung und Optimierungspotential
Principal Investigator(s) Holm, Patricia
Co-Investigator(s) Bruppacher, Susanne
Organisation / Research unit Departement Umweltwissenschaften / Aquatische Ökologie (Holm)
Project start 01.06.2010
Probable end 31.05.2012
Status Completed
Abstract

Die 2000-Watt Gesellschaft ist ein breit akzeptiertes Ziel in der Pilotregion Basel, das unter anderem durch zahlreiche umweltpolitische Massnahmen erreicht werden soll. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die Akzeptanz solcher umweltpolitischen Massnahmen in der Bevölkerung der basisdemokratischen Schweiz. Akzeptanz lässt sich aus verschiedenen Gründen jedoch nicht als das Ergebnis einer (rein) rationalen Abwägung von Kosten und Nutzen, als informierten Entscheidungsprozess darstellen. Fehlt adäquates Hintergrundwissen oder ist die Sachlage zu komplex, wird die Akzeptanz vielmehr durch Heuristiken (Faustregeln) gebildet, z.B. indem die Meinung von einem opinion leader übernommen wird. Eine aus handlungspsychologischer Sicht besondere Schwierigkeit bei der Akzeptanzförderung energiepolitischer Massnahmen besteht darin, dass der Konsum von Energie keine Hauptfolge sondern eine unbeabsichtigte Nebenfolge des Handelns ist. Wir konsumieren Mobilität, Wärme etc., die den Konsum von Energie unweigerlich mit sich bringen. Handlungsleitend und entscheidungsrelevant sind jedoch primär die antizipierten Hauptfolgen von Handlungen, Nebenfolgen treten bei der Entscheidungsfindung leicht in den Hintergrund oder werden gar nicht bewusst wahrgenommen. Die Wahrnehmbarkeit ist ein weiterer Faktor, der beim Thema Energie erschwerend auf die Akzeptanz einwirkt. Energie ist der menschlichen Wahrnehmung oft nur indirekt zugänglich, z.B. durch Messanlagen vermittelt.

Das Entscheiden mittels Heuristiken statt auf informierter Basis, dass der Energiekonsum nur eine Nebenfolge von in der Zielhierarchie oft höher bewerteten Zielen ist, und dass Energie der menschlichen Wahrnehmung schlecht zugänglich ist, sind bedeutende Hindernisse in der Akzeptanzförderung energiepolitischer Massnahmen, sowohl bei der breiten Öffentlichkeit als auch bei politischen Eliten. Ein möglicher Ansatzpunkt, diese Problematik teilweise zu entschärfen, wird im Informationspotential von lokalen Pilot- und Demonstrationsanlagen und –objekten gesehen, sowie in der Wahrnehmung von Förderinitiativen durch die öffentliche Hand, speziell die aktuellen Fördermassnahmen, welche die Bevölkerung zu Gesamtsanierungen von Gebäuden animieren soll.

Förderinitiativen durch die öffentliche Hand wirken auf die Zielgruppe einerseits als Anreizinstrument, und andererseits als Kommunikationsinstrument, in dem sie einer Massnahme quasi ein "Gütesiegel" verleihen, im Sinne von: "Wo die öffentliche Hand Gelder spricht, muss auch ein Sinn dahinter stehen." Faktoren, die sich auf die Wahrnehmung, Inanspruchnahme und Akzeptanz aktueller Fördermassnahmen auswirken, sind der erste Gegenstand dieses Projekts.

Drei von der Co-Gesuchstellerin betreuten Pilotstudien vermutlich ein (gestaltbares) Informationspotential bergen, welches das Thema Energie dem Beobachter wahrnehmbar und präsent machen kann, die Wahrnehmung des „Produkts“ neue erneuerbare Energien positiv beeinflusst und somit potentiell auch die Akzeptanz von Fördermassnahmen. Diese Wirkungen sind jedoch weitgehend unerforscht. Sie sind der zweite Gegenstand des vorgeschlagenen Projekts. Das P&D-Gebäuden inhärente Informationspotential kann vermutlich mit wenig zusätzlichem Aufwand genutzt werden, um die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie auch politischer Eliten auf das Thema Energie und die Akzeptanz umweltpolitischer Massnahmen zu fördern. Dazu muss untersucht werden, welche Charakteristika von P&D-Gebäuden sich als Metapher für die Bewusstmachung von Energiethemen eignen, und damit auch die Bewertungsheuritiken bei Schlüsselakteuren (politische Eliten und ggf. weiteren Opinion Leaders) und in der Bevölkerung zu Gunsten der Akzeptanz einer nachhaltigen Energiepolitik zu beeinflussen.

Erstes Ziel des Projekts ist, Praxisakteuren Wissen bereitzustellen, wie aktuelle Fördermassnahmen zur Gebäudesanierung auf die Entscheidung von Hausbesitzern und Hausbesitzerinnen wirken, und welche Implikationen dies für die Kommunikation über diese Massnahmen haben könnte.

 

Zweites Hauptziel des Projekts ist, zu untersuchen, wie Praxisakteure das Potential von P&D-Gebäuden in Zukunft zur Akzeptanzförderung erneuerbarer Energien und einer nachhaltigen Energiepolitik nutzen können.

 

Keywords 2000-Watt Gesellschaft, Energieeffizienz Gebäudepark
Financed by Public Administration
   

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01/03/2024