Weisser Marmor am Schwarzen Meer: Untersuchungen zu Funktion und Bedeutung griechischer Plastik in einer Kontaktzone der antiken Welt
Third-party funded project
Project title Weisser Marmor am Schwarzen Meer: Untersuchungen zu Funktion und Bedeutung griechischer Plastik in einer Kontaktzone der antiken Welt
Principal Investigator(s) Sossau, Veronika
Organisation / Research unit Departement Altertumswissenschaften / Fachbereich Klassische Archäologie,
Departement Altertumswissenschaften / Klassische Archäologie (Guggisberg)
Department Departement Altertumswissenschaften,
Departement Altertumswissenschaften / Fachbereich Klassische Archäologie,
Departement Altertumswissenschaften / Klassische Archäologie (Guggisberg)
Project Website https://klassarch.philhist.unibas.ch/de/forschung/forschungsprojekte-222/weisser-marmor-am-schwarzen-meer/
Project start 01.02.2021
Probable end 31.01.2022
Status Completed
Abstract

Die griechische Plastik ist ein Kerngebiet der Klassischen Archäologie, das auch heute noch stark von stilistischen Überlegungen geprägt ist. Lineare chronologische Entwicklungen sowie qualitative Unterschiede zwischen Zentrum und Peripherie wurden und werden dabei häufig unkritisch vorausgesetzt. Meine Habilitationsschrift nähert sich diesem Thema daher von einer neuen Perspektive an: Den Ausgangspunkt meiner Untersuchungen bilden die griechischen Skulpturen aus den Regionen um das Schwarze Meer, einem Gebiet, das sowohl geographisch als auch kulturell am Rande der griechischen Einflusssphäre lag und das nicht zuletzt aufgrund der Spaltung Europas nach dem zweiten Weltkrieg von der (mittel-)europäischen Altertumsforschung kaum wahrgenommen wurde. Die Skulpturen dieser Region, von der Archaik bis in den Hellenismus, werden nun erstmals systematisch vorgelegt und im Hinblick auf ihre kunst- und kulturhistorische Bedeutung untersucht. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Migrationsbewegungen im Verlauf der sogenannten Grossen Griechischen Kolonisation, die zur Entstehung von ortsspezifisch unterschiedlich dichten kulturellen Kontaktzonen führten. Plastische Werke prägen das Erscheinungsbild von Heiligtümern, öffentlichen Anlagen und Grabmonumenten, ihre Herstellung und ihr Transport waren mit einem hohen Aufwand verbunden – sie wurden daher bewusst ausgewählt und wahrgenommen. Die Berücksichtigung der kulturhistorischen Hintergründe der jeweiligen Fundorte und das Einbeziehen von aktuellen naturwissenschaftlichen Methoden erlauben eine unvoreingenommenere Annäherung an Fragen nach der Herkunft, der Funktion und der Bedeutung der Skulpturen aus dem Schwarzmeerraum in einer diachronen Perspektive. Aus diesen neuen Blickwinkeln heraus lassen sich auch Phänomene wie bewusste Aufgriffe bestimmter und nicht zwingend kontemporärer Bildchiffren, Motive oder auch Stile fassen. Die in Fallstudien aufgezeigten Brüche in bislang vorausgesetzten stilistischen Reihen sollen darüber hinaus eine Diskussion zum generellen Umgang mit griechischer Plastik sowie ihrer Rezeption in kulturellen Kontaktzonen anregen.

Keywords greek sculpture, black sea archaology, cutural contacts, migration, style, provenience
Financed by University of Basel

Published results ()

  ID Autor(en) Titel ISSN / ISBN Erschienen in Art der Publikation
4618814  Sossau, Veronika  Blick in die Feuilletons mit Veronika Sossau, Archäologin      Publication: NewsItemEmission (Radio - Fernsehbeiträge) 

Cooperations ()

  ID Kreditinhaber Kooperationspartner Institution Laufzeit - von Laufzeit - bis
4642398  Sossau, Veronika  Posamentir, Richard, Prof. Dr.  Eberhard Karls Universität Tübingen  01.02.2021  31.01.2022 
4642399  Sossau, Veronika  Jaeggi, Othmar, Prof. Dr.  Lausanne  01.02.2021  31.01.2022 
   

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09/08/2022