Dissertation Wettengel: Merchant Diplomats. Multinational Trading Firms and Swiss Consular Services in Asia, 1860–1945
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Project title Dissertation Wettengel: Merchant Diplomats. Multinational Trading Firms and Swiss Consular Services in Asia, 1860–1945
Principal Investigator(s) Herren-Oesch, Madeleine
Co-Investigator(s) Lengwiler, Martin
Project Members Wettengel, Julian
Organisation / Research unit Departement Geschichte / Neuere Allgemeine Geschichte (Lengwiler),
Europainstitut / Europainstitut
Project Website https://bgsh.geschichte.unibas.ch/projekte/projekt-detail/?L=12121121121212.1&tx_bgshprojectsext_projects%5Bproject%5D=74&tx_bgshprojectsext_projects%5Baction%5D=show&tx_bgshprojectsext_projects%5Bcontroller%5D=Project&cHash=814b1f97e7b048b85e2ef970dee55700
Project start 01.10.2014
Probable end 31.07.2020
Status Completed
Abstract

Das Dissertationsprojekt untersucht aus einer globalgeschichtlichen Perspektive die diplomatischen Funktionen Multinationaler Handelsunternehmen. Es konzeptioniert daher grenzüberschreitend tätige Firmen nicht ausschliesslich als ökonomische sondern gerade als politische Akteure auf einer globalen Ebene.

Im Zentrum der Untersuchung stehen die frühen konsularischen Beziehungen der Schweiz mit Asien zwischen 1860 und 1945. Schweizerische Handelsfirmen übernahmen neben ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit gleichzeitig Funktionen als Honorarkonsuln und waren somit massgeblich an der Herausbildung der schweizerischen konsularischen Beziehungen mit Asien ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beteiligt. Diese Doppelfunktion ist als Kennzeichen einer multifunktionalen Diplomatie zu verstehen, welche bis zur Restrukturierung des Eidgenössischen Politischen Departements ab 1945 durch Handelsunternehmen dominiert wurde. In Krisenzeiten agierten Handelsfirmen neben ihrer konsularischen Tätigkeit zudem diplomatisch als Delegierte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).

Kernfragen des Forschungsprojekts sind, inwiefern Handelsfirmen an der Entwicklung des schweizerischen Konsularwesens beteiligt waren und was das Spezifikum einer auf Honorarkonsuln abgestützten Diplomatie darstellt. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Rolle Handelsunternehmen in Kriegszeiten bei der konsularischen Vertretung der „Fremden Interessen“ und bei der humanitären Tätigkeit für das IKRK in Asien einnahmen.

Neben schweizerischen Unternehmen untersucht das Forschungsprojekt ausserdem britische Handelsfirmen, welche eine Vergleichsbasis bilden und die Identifizierung eines spezifisch schweizerischen Typus von Diplomatie ermöglichen.

Die empirische Basis des Projekts bilden neben staatlichen Quellenbeständen vor allem Archive von Handelsfirmen, Verbänden und internationalen Organisationen.

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10/08/2020