Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Zahnmedizin
Project funded by own resources
Project title Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Zahnmedizin
Principal Investigator(s) Spahn, Annika
Organisation / Research unit Departement Gesellschaftswissenschaften / Geschlechterforschung (Maihofer)
Project start 20.12.2019
Probable end 31.12.2022
Status Active
Abstract

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die allgemeine Gesundheitslage von Personen, die sich als schwul, lesbisch, bisexuell, asexuell, aromantisch, polyamurös, transgeschlechtlich, intergeschlechtlich oder queer (LSBAAPTIQ*)  identifizieren, bzw, grundsätzlich von sexuellen und geschlechtlichen Normen der Gesellschaft abweichen, deutlich schlechter ist als die heterosexueller bzw. cisgeschlechtlicher Personen. Eine vergleichbare Studienlage für die Zahnmedizin liegt derzeit nicht vor. Wir wollen analysieren, welchen Einfluss sexuelle und geschlechtliche Identität auf die zahnmedizinische Versorgung in Deutschland hat. Dazu planen wir eine online-Datenerhebung. In dieser Erhebung soll neben biographischen und sozioökonomischen Daten erhoben werden, inwiefern  diese Patient*innen bereits schlechte Erfahrungen bzw. Diskriminierungserfahrungen im zahnmedizinischen Kontakt gemacht haben und welche Konsequenzen diese auf das Wohlbefinden und das Wahrnehmen von weiteren zahnmedizinischen Behandlungen hat. Beispielhaft geht es um die Patient*innenführung des*der Ärzt*in und des Personals vor, während und nach der Behandlung, oder Vorgaben durch das Gesundheitssystem. Zusätzlich soll die Assoziation von u.a. STIs, Essstörungen, Substanzmissbrauch, Gewalterfahrungen, psychischen Erkrankungen und risikohaftem Sexualverhalten  abgefragt werden, da es ein signifikant höheres Auftreten dieser negative Faktoren bei LSBAAPTIQ*-Personen gibt. Zuletzt soll ohne statistischen Wert als Freitexte die Möglichkeit bestehen, Wünsche und Anregungen zu äußern. Ziel dieser Forschung ist es, eine Datenbasis zu generieren, darauf aufbauend einen Fokus auf auf die spezifischen Bedürfnisse und Erfahrungen von LSBAAPTIQ*-Patient*innen in der Zahnmedizin zu werfen und Empfehlungen für eine bessere zahnärztliche Gesundheitsversorgung abzuleiten. Dabei geht es auch darum, die Zahnmedizin als Teil der Sexualmedizin zu verstehen

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12/08/2020