Differential effects of classic serotonergic hallucinogens: pharmacokinetics-pharmacodynamics, pharmaco-fMRI, and role of 5-HT2 receptors
Third-party funded project
Project title Differential effects of classic serotonergic hallucinogens: pharmacokinetics-pharmacodynamics, pharmaco-fMRI, and role of 5-HT2 receptors
Principal Investigator(s) Liechti, Matthias Emanuel
Organisation / Research unit Departement Biomedizin / Psychopharmacology Research (Liechti),
Bereich Medizinische Fächer (Klinik) / Klinische Pharmakologie
Project start 01.10.2019
Probable end 30.09.2023
Status Active
Abstract

LSD, Psilocybin und Meskalin sind Halluzinogene welche wegen ihrer bewusstseinsverändernden Wirkung konsumiert werden. LSD und Psilocybin werden zudem untersucht als Medikamente für Patienten mit z.B. Depression. Die pharmakologischen Eigenschaften dieser Substanzen sind beim Menschen noch ungenügend studiert. Daher untersuchen wir in einer ersten Placebo-kontrollierten Studie die Wirkung verschiedener Dosen von LSD (0, 25, 50, 100, 200 µg) bei 16 gesunden Versuchspersonen. Dabei erhält jede Versuchsperson jede Dosis in zufälliger Reihenfolge. Zudem wird der Wirkmechanismus am Serotonin 5-HT2 Rezeptor getestet indem wir den Rezeptor vor der Gabe einer hohen LSD Dosis blockieren und sehen ob die Wirkung damit auch blockiert werden kann. Sollte sich z.T. die Wirkung nicht ganz aufheben lassen, können andere Rezeptoren auch eine Rolle spielen. Tatsächlich bindet LSD auch an Serotonin 5-HT1 und Dopamine D1 und D2 Rezeptoren. Während LSD vor allem früher in der psychiatrischen Forschung verwendet wurde, wird aktuell primär Psilocybin untersucht. Die pharmakologischen Effekte von LSD und Psilocybin könnten unterschiedlich sein. Dies wurde bis anhin nicht geprüft. Daher werden wir in einer zweiten Studie verschiedene Dosen LSD (100 and 200 µg) und Psilocybin (15 and 30 mg) direkt miteinander vergleichen bei 30 gesunden Versuchspersonen. Dies wird Auskunft geben zur Wirkung beider Substanzen, zu Unterschieden und zur Vergleichbarkeit der Dosierung. Zu LSD und Psilocybin fehlen viele pharmakologische Daten. So werden wir den Abbau und die Ausscheidung von LSD und Psilocybin untersuchen und wie lange diese Substanzen in welchen Konzentrationen im Körper nachweisbar sind. Dies ist z.B. aus legalen Gründen wichtig. In einer dritten Studie werden wir drei verschiedene serotonerge Halluzinogene miteinander vergleichen und auch ihre Effekte auf die Hirnfunktion und Gefühlsverarbeitung mittels Emotionstests und funktioneller Hirnbildgebung (fMRI)untersuchen. Die Untersuchung verwendet ein verblindetes Cross-over-Design (LSD [100 µg], Psilocybin [15 mg], Meskalin [300 mg]) and Placebo) bei 30 gesunden Personen. Es werden psychometrische Messungen erfolgen und Tests von Emotionsverarbeitung und funktionellen Hirnvernetzung. Hinzu kommen Messungen von autonomen Funktionen, Hormonmessungen und Messungen der Substanzkonzentrationen und Tests wie diese mit den Effekten in Verbindung stehen (PK-PD Modellierung). Insgesamt werden diese Studien ein neues und einzigartiges pharmakologisches Datenset generieren zur Pharmakolgie von drei klassischen Halluzinogenen. Die Studien werden unser Verständnis bereichern bezüglich der Entstehung von veränderten Bewusstseinszuständen. Die Daten sind wichtig für die Psychologie, Psychiatrie, und forensischer Toxikologie. Auch werden Grundlage geschaffen für die Entwicklung von Medikamenten. 

Financed by Swiss National Science Foundation (SNSF)
   

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14/08/2020