Post-hurricane field survey in the wake of hurricane Irma on the British Virgin Islands - documentation and analyses of inundation parameters and hurricane sediments
Project funded by own resources
Project title Post-hurricane field survey in the wake of hurricane Irma on the British Virgin Islands - documentation and analyses of inundation parameters and hurricane sediments
Principal Investigator(s) Spiske, Michaela
Organisation / Research unit Departement Umweltwissenschaften / Sedimentology (Wetzel)
Project start 01.01.2018
Probable end 30.06.2020
Status Completed
Abstract

Sturmereignisse und damit verbundene Sturmfluten stellen eine große Gefahr für Küstenregionen dar. Die diesjährige Sturmsaison mit den verheerenden Hurrikans Harvey, Irma und Maria hat diese Tatsache erneut unterstrichen. Sogenannte „post-event surveys“, Geländeuntersuchungen nach Naturkatastrophen, erlauben es die Auswirkungen vor Ort zu studieren. Es ist geplant einen „post-hurricane survey” auf den Britischen Jungferninseln durchzuführen, welche im September 2017 von Hurrikan Irma (Kategorie 5) verwüstet wurden. Die Insel Anegada ist für diese Studie besonders geeignet, da die Effekte der Überflutung in verschiedenen Ablagerungsräumen, wie Lagune, Riff, Strand, Dünengürtel, Salzseen und Küstenplattform studiert und verglichen werden können. Überflutungsparameter, wie Fließtiefe und Überflutungsweite, sollen gemessen werden, Augenzeugen interviewt und jede Art von sedimentären oder erosiven Auswirkungen soll dokumentiert werden. Sturmsedimente könnten in Form von Überflutungsfächern, Sedimentrücken, Tonlagen oder einzelnen transportierten Klasten vorhanden sein. Zu den erwartenden erosiven Strukturen können Ausspülungen in Dünen, Abbruchkanten an Stränden oder generell der Rückzug der Küstenlinie zählen. Luftbilder vom Sept. 2017 zeigen eine signifikante Küstenerosion und lassen erahnen, dass die Überflutung stellenweise bis ~300 m ins Land und ca. 2-3 m über den Meeresspiegel reichte.Das Projekt kann auf Geländedaten aus vorangehenden Jahren zurückgreifen. Dies erlaubt einen genauen Vergleich von Parametern vor und nach Irma. Beispielsweise wurden Veränderungen eines küstenparallelen grobklastischen Sedimentrückens von Feb. 2013 bis März 2017 aufgezeichnet. In diesem Zeitraum konnte lediglich eine Modifizierung der niedrigsten meerwärtigen Bereiche beobachtet werden und es wurde postuliert, dass der Sedimentrücken durch Stürme gebildet wurde, die größere Ausmaße hatten als alle in den letzten Jahrzehnten dokumentieren Stürme auf Anegada. Nun gilt es zu prüfen in wie weit der Sedimentrücken durch Irma modifiziert wurde oder ob gar ein neuer Rücken gebildet wurde. Des Weiteren ist zu erwarten, dass die Studie neue Erkenntnisse darüber liefert 1) welche charakteristischen sedimentären Merkmale Stürme hinterlassen; 2) wie Sturmablagerungen in der geologischen Überlieferung identifiziert werden können – eine Erkenntnis, welche zur Aufstellung von Wiederkehrintervallen notwendig ist; 3) wie sich küstennahe Sedimentrücken bilden; 4) in welchem Maße der Hurrikan das Riff zerstört hat; und 4) wie das Zusammenspiel von Sturmflut und -wellen zur Erosion einer Küstenlinie beiträgt.Die Resultate liefern einen wichtigen Beitrag zur Diskussion des Klimawandels und des damit verbundenen Anstiegs der Oberflächentemperatur der Meere, des Meeresspiegelanstiegs und des Niedergangs der Korallenriffe. All diese Prozesse bedingen, dass die Häufigkeit und Intensität von Sturmereignissen in Zukunft ansteigen wird und die Gefährdung von Küstenregionen zunimmt.

Keywords Hurrikan, Sedimente, Erosion
Financed by Other funds

Cooperations ()

  ID Kreditinhaber Kooperationspartner Institution Laufzeit - von Laufzeit - bis
4500488  Spiske, Michaela  Pilarczyk, Jessica  Simon Fraser University  01.03.2017  31.12.2025 
   

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10/08/2020