Gesellschaftliche Einbindung im Museum
Project funded by own resources
Project title Gesellschaftliche Einbindung im Museum
Principal Investigator(s) Leimgruber, Walter
Project Members Büchel, Julia
Organisation / Research unit Departement Gesellschaftswissenschaften / Kulturanthropologie (Leimgruber)
Project start 01.09.2017
Probable end 01.01.2021
Status Active
Abstract

Mit der Etablierung und Einführung der ‚Neuen Museologie’ Ende der 80er Jahre fand eine wesentliche Veränderung für das Museumswesen statt. Dabei wurden vermehrt und vehement Transformationen des ‚alten’ Museumswesens gefordert und die Forderung an eine ‚gesellschaftliche Verantwortung’ der Museen laut. Diese besitzt bis heute Gültigkeit und manifestiert sich unter anderem im Anspruch an eine vermehrte ‚gesellschaftliche Einbindung’ in Ausstellungen.[1] Die Arbeit untersucht Ausprägungen und Merkmale gesellschaftlicher Einbindung in Ausstellungen sowohl anhand theoretischer Konzepte seit den 80er Jahren aber auch anhand dreier Praxisbeispiele (Ausstellungen im Zeitraum von 2016-2017), um daraus Ansprüche an ‚zeitgenössische’[2] Ausstellungen abzuleiten. Ziel der Arbeit ist es einerseits Kategorien der Aufmerksamkeit als Orientierungshilfe für Ausstellungsanalysen und –umsetzungen zu erfassen, die Positionierung der analysierten Ausstellungen im museologischen Diskurs zur gesellschaftlichen Einbindung zu ermöglichen sowie die Entwicklung gesellschaftlicher Einbindung aufzuzeigen.[3]

 

 

[1] An Tagungen und Vorträgen zur Zukunft von Museen werden Partizipation und Teilhabe als zentrale Elemente für die Museumsarbeit immer wieder aufgeführt. Zudem zeigt sich in den letzten Jahren eine zunehmende Zahl an Publikationen zum Thema der Partizipation und der kulturellen Teilhabe.

[2] ‚Zeitgenössisch’ bedeutet in diesem Zusammenhang die Untersuchung des Diskurses seit Einführung der ‚Neuen Museologie’ Ende der 80er Jahre, wobei der Anspruch an gesellschaftliche Einbindung ein wesentliches Merkmal darstellt.

[3]        Die Untersuchung sowohl auf theoretisch-konzeptioneller Ebene aber auch anhand von Praxisbeispielen soll den von Prof. Dr. Bernhard Tschofen aufgeführten Mangel an einer Verschränkung zweier Fachbereiche angehen: „Mir erscheint ein Bezug zwischen Theorie und Praxis für das Museum als Feld noch aus zwei Gründen bedeutsam zu sein. Denn noch immer nehmen sich zwei Wissensmilieus nach wie vor nicht ausreichend wahr, obwohl angesichts des gemeinsamen Themas ihre Interessen nicht so weit auseinanderliegen sollten. (...).“ Und: „Die Doppelung des Blicks erlaubt gewissermaßen gekreuzte Perspektiven von Theorie und Praxis. Es ist einerseits die Reflexion der Praxis, die auch dem theoretischen Verständnis der Institution Museum als Ort des Sammelns und Zeigens zuarbeitet. Andererseits scheint mir die systematischere, theoretische Sichtung einer oft impliziten Praxis wichtig zu sein.“ (Gfrereis, Thiemeyer, Tschofen, Museen verstehen, S. 9.)

Keywords Partizipation, Ausstellung, Museum, Museologie, Involvieurung, Neue Museologie
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Cooperations ()

  ID Kreditinhaber Kooperationspartner Institution Laufzeit - von Laufzeit - bis
4496100  Leimgruber, Walter  Tschofen, Bernhard, Prof. Dr.  Universität Zürich  01.09.2017  01.01.2021 
   

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10/08/2020