Ausstellungs- und Darstellungskonzepte des Jüdischen im alemannischen Sprachraum
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Project title Ausstellungs- und Darstellungskonzepte des Jüdischen im alemannischen Sprachraum
Principal Investigator(s) Picard, Jacques
Co-Investigator(s) Pisetzki, Darja Alexandra
Organisation / Research unit Departement Gesellschaftswissenschaften / Fachbereich Kulturanthropologie,
Departement Gesellschaftswissenschaften / Jüdische Geschichte und Kultur der Moderne (Picard)
Project start 01.07.2017
Probable end 31.01.2021
Status Active
Abstract

Hartnäckige Vorurteile, stereotypes Denken oder bloßes Nichtwissen, wenn es um das Thema Judentum geht zeigen sich noch immer großflächig. Umso gewichtiger ist die Aufgabe von Museen, insbesondere Jüdischen Museen, sowie Ausstellungen und Projekten der Wissensvermittlung, die sich diesem Themenbereich widmen, da diese unter anderem einen Bildungsauftrag zu erfüllen haben. Eine große Schwierigkeit, die sich hierin verbirgt, ist die Darstellung des Jüdischen. Durch eine weltweite Diaspora, seit den Reformbewegungen in den westlichen Ländern und mit der Entstehung des Staates Israel ist die Vielfältigkeit dessen, was unter Judentum verstanden wird, enorm gewachsen. Zahlreiche Formen des jüdischen Lebens haben sich herausgebildet und werden in konstruierten Kategorien des Religiösen und Säkularen, des Nationalen und Kulturellen, des Globalen und Lokalen sowie geschichtlicher Fragen verhandelt und individuell wie kollektiv gelebt. Eine reduzierte Darstellung des (einen) Jüdischen ist also gar nicht möglich bzw. scheint nicht möglich zu sein.

Das Dissertationsprojekt widmet sich eben dieser Schwierigkeit. Dabei werden die Darstellungs- sowie Ausstellungkonzepte des Jüdischensowie die dazugehörigen Vermittlungsangebote genauer betrachtet und untersucht. Räumlich ist dies auf den alemannischen Sprachraum begrenzt, d.h. es stehen der schwäbisch-alemannische Sprachraum in Deutschland (der größte Teil Baden-Württembergs und Bayerisch-Schwabens), das Elsass, die deutschsprachige Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein und das österreichische Bundesland Vorarlberg im Fokus.

Da es viele kleinere Ausstellungsräume und Ausstellungen zum jüdischen Leben sowie Kultursymbole im öffentlichen Raum der jeweiligen Regionen im alemannischen Sprachraum gibt, werden in der Dissertation nur die Projekte, Ausstellungen und Institutionen untersucht, die als Jüdische Museenbezeichnet werden, überregional einen besonderen Bildungsauftrag erfüllen und explizit als „jüdische“ Veranstaltungen angeboten werden. Das Dissertationsprojekt ist somit nicht darauf ausgelegt einen vollständigen Überblick über alle Angebote, Ausstellungen, Projekte und Museen zu geben. Vielmehr geht es darum, insbesondere Ausstellungs- und Vermittlungsangebote zu pointiert Jüdischem im alemannischen Sprachraum zu untersuchen und diese, wenn möglich, in Vergleich zu setzten.

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12/08/2020