Unternehmensbefragung 2019
Third-party funded project
Project title Unternehmensbefragung 2019
Principal Investigator(s) Rutzer, Christian
Organisation / Research unit Departement Wirtschaftswissenschaften / Aussenwirtschaft und Europ. Integration (Weder)
Project start 01.10.2018
Probable end 31.05.2019
Status Completed
Abstract

Struktur der Unternehmen

162 Unternehmen füllten den Fragebogen aus. Die meisten Unternehmen haben Ihren Standort in Basel Stadt, gefolgt von Basel Land.

Der grösste Teil entfällt auf die Bereiche Sonstige Dienstleistungen, Baugewerbe, Energie- und Wasserwirtschaft sowie Gross- und Einzelhandel. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten beträgt 67 Mitarbeiter (in VZÄ). Nur ein geringer Teil der Unternehmen exportiert oder bezieht ausländische Vorleistungen. Jedoch beschäftigen mehr als die Hälfte Grenzgänger.

Wirtschaftliche Entwicklung und Marktumfeld der Unternehmen

Im Jahr 2018 erhöhten 28.4% der befragten Unternehmen die Zahl der Beschäftigten, 54.9% liess diese unverändert und 16.7% verringerten die Zahl. Die Erwartungen für 2019 sind etwas positiver: 31% planen die Beschäftigung zu erhöhen, 62% unverändert zu belassen und nur 7% zu verringern. Die Einschätzung der Entwicklung der Geschäftslage für das Jahr 2019 ist dagegen etwas negativer. Zudem sehen die Unternehmen hohe Unsicherheiten in Veränderungen des Marktumfeldes aufgrund neuer oder bestehender Konkurrenten. Die grössten Chancen im Zuge der Digitalisierung sehen Unternehmen in Effizienzsteigerungen und besserer Kundenakquise bzw. -beziehungen; die grössten Gefahren in der Datensicherheit, hohen IT-Kosten und mangelnden Qualifikation der Mitarbeiter.

Personalmanagement und Unternehmensstrategie

Den höchsten Stellenwert im Personalmanagement messen Unternehmen Weiterbildungen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels bei. Ebenfalls einen hohen Stellenwert haben Mitsprachemöglichkeiten von Mitarbeitenden, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Massnahmen für Mitarbeiter über 50 Jahre. Zudem haben Prozessinnovationen eine vergleichsweise grosse Bedeutung für den Erfolg von Unternehmen. Des Weiteren plant mit 87.5% der überwiegende Teil der Unternehmen keine Verlagerung des Standorts.

Standortfaktoren und Wirtschaftspolitik

Relevante Standortfaktoren sind die Höhe der Infrastrukturkosten, die Verfügbarkeit von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung und von Akademikern, eine flexible Ausgestaltung der Arbeitszeiterfassung, die Erreichbarkeit mit privaten Verkehrsmitteln, die Steuerbelastung und das E-Government. Dabei gibt es grosse kantonale Unterschiede hinsichtlich der Qualität. Bezüglich aktueller Politikthemen sind die Reform der Altersvorsorge und die Steuerreform/AHV-Zusatzversicherung am wichtigsten. Bezüglich Familienpolitik bevorzugen die Unternehmen einen "Elternurlaub" statt einen "Vaterschaftsurlaub". Dabei spricht sich eine klare Mehrheit für eine Finanzierung im Rahmen der Erwerbsersatzordnung (EO) aus. 

Mitgliederzufriedenheit

54.3% der Unternehmen sehen in der Mitgliedschaft einen hohen oder sehr hohen Mehrwert. Die wichtigsten Angebote stellen die Ausgleichskasse und Familienausgleichskasse Arbeitgeber Basel (AK 40), die Öffentlichkeitsarbeit/das politische Lobbying und kurze Infoanlässe zu aktuellen Themen dar. Die Qualität der verschiedenen Angebote entspricht grösstenteils den Prioritäten der Unternehmen. Jedoch dürfte es insbesondere bei der Öffentlichkeitsarbeit/dem politischen Lobbying Verbesserungspotenziale geben.

Financed by Private Sector / Industry
   

MCSS v5.8 PRO. 0.780 sec, queries - 0.000 sec ©Universität Basel  |  Impressum   |    
14/08/2020