Identifizierung und Entwicklung von Schnittstellen zur Förderung der Lebensqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern der Senevita (ProQuaS)
Project funded by own resources
Project title Identifizierung und Entwicklung von Schnittstellen zur Förderung der Lebensqualität von Bewohnerinnen und Bewohnern der Senevita (ProQuaS)
Principal Investigator(s) Zuniga, Franziska
Co-Investigator(s) Brunkert, Thekla
Simon, Michael
Organisation / Research unit Departement Public Health / Institut für Pflegewissenschaft,
Departement Public Health / Pflegewissenschaft (Simon)
Project Website https://nursing.unibas.ch/de/forschungsprojekte/forschung/forschung/proquas/
Project start 01.10.2015
Probable end 30.06.2019
Status Completed
Abstract

Hintergrund

Ein zentrales Anliegen von Alters- und Pflegeinstitutionen ist die Erhaltung und Förderung der Lebensqualität der Bewohnenden. ProQuaS greift zwei Themenbereiche auf, die eng mit der Lebensqualität zusammenhängen: Schmerzen und vermeidbare Hospitalisierungen. Um die 60% der Bewohnenden in Schweizer Alters- und Pflegeinstitutionen haben Schmerzen. Nicht ausreichend behandelte Schmerzen führen längerfristig zu Einschränkungen in der Mobilität, sowie zum Auftreten von Schlafstörungen, Angstgefühlen oder depressiven Symptomen. Bezüglich Hospitalisierungen werden in den USA bis zu 67% der Einweisungen aus Pflegeheimen als unnötig eingeschätzt. Insbesondere für Menschen mit Demenz sind Hospitalisierungen ein zusätzliches Gesundheitsrisiko indem sie zu reduzierter Funktionsfähigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens, Mortalität, Delirium, Anorexie, Inkontinenz oder Stürze während des Spitalaufenthalts führen können.

Zielsetzung
Teil I:
1. Beschreiben der bestehenden Strukturen, Prozesse und Ergebnissen zu den Themen Schmerzbehandlung und vermeidbare Hospitalisierungen.

2. Untersuchen von verschiedenen Perspektiven (Bewohnende, betreuende Ärzte und das Pflege- und Betreuungspersonal) in Bezug auf die Wahrnehmung von hindernden und unterstützenden Faktoren zu den beiden Themen.

Teil II:
3. Entwickeln und Pilotieren einer vielschichtigen Intervention zur Verbesserung der Schmerzbehandlung basierend auf den Ergebnissen von Teil I.

4. Bestimmen der Wirkung der Intervention auf Ergebnisse des Pflege- und Betreuungspersonals und der Bewohnenden sowie die Bewertung ihrer Umsetzbarkeit und Akzeptanz.

Design/Methode
Für den ersten Teil des Projekts wurde im Sommer 2016 eine IST-Erhebung in 20 Alters- und Pflegeinstitutionen der Senevita AG durchgeführt. Neben einer schriftlichen Befragung des Pflege- und Betreuungspersonals, der Abteilungs- und Geschäftsleitungen wurden Interviews mit Bewohnenden, betreuenden Ärzten und Fokusgruppen mit Teilen des Pflege- und Betreuungspersonals durchgeführt.

Im zweiten Teil des Projekts wird basierend auf den Ergebnissen der IST-Erhebung eine Intervention entwickelt und in fünf Alters- und Pflegeinstitutionen mit einem schrittweisen Studiendesigns (inkomplettes Stepped- Wedge Design) pilotiert. Zur Intervetion gehören die die Einführung eines schriftlichen Schmerzbehandlungskonzepts, Schulungen zur Schmerzbehandlung für das Pflege- und Betreuungspersona und die Einführung von Schmerzexpertinnen. Zur Auswertung der Intervention werden auf Ebene des Pflege- und Betreuungspersonals und der Bewohnenden zu drei Zeitpunkten Daten gesammelt. Ausserdem werden in Fokusgruppen mit dem Pflege- und Betreuungspersonal die Machbarkeit, Akzeptanz und Umsetzbarkeit der Intervention im Alltag diskutiert.

Erwarteter Nutzen / Relevanz
Im Rahmen des ProQuaS Projektes soll die Lebensqualität der Bewohnenden in Alters- und Pflegeinstitutionen der Senevita AG im Hinblick auf die Schmerzbehandlung langfristig gefördert werden.

Keywords nursing homes, pain, hospitalization, stepped-wedge design, implementation science
Financed by University funds
Other funds
   

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14/08/2020