FV-56 Effektive Transfers bei Umverteilung: KK Prämien
Third-party funded project
Project title FV-56 Effektive Transfers bei Umverteilung: KK Prämien
Principal Investigator(s) Stutzer, Alois
Co-Investigator(s) Schreiner, Nicolas
Organisation / Research unit Departement Wirtschaftswissenschaften / Politische Ökonomie (Stutzer)
Project start 01.01.2017
Probable end 31.12.2017
Status Completed
Abstract

Wie sollten Transfers ausgestaltet sein? Umverteilung ist effektiv, wenn sie die formulierten Verteilungsziele erreicht, geringe verzerrende Verhaltensanreize schafft, jene Bedürftigen erreicht, die erreicht werden möchten, und bei allen Beteiligten geringe Transaktionskosten verursacht. Mit welcher Form von Transfer (Geld- oder Sachtransfer) und mit welcher Ausgestaltung des Beantragungs- und Auszahlungssystems dieses Ziel am besten erreicht werden kann, ist auch nach Jahren der Erfahrung und Forschung eine wiederkehrende Frage. In der Schweiz stellt sie sich unter anderem bei der Subjektunterstützung in der Krankenversicherung.

Seit Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) 1996 sind schweizweit sämtliche Kantone verpflichtet, Individuen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen in der obligatorischen Grundversicherung mittels individueller Prämienverbilligungen (IPV) finanziell zu unterstützen. Bei der Ausgestaltung der prozeduralen Regeln der IPV besitzen die Kantone jedoch grosse Freiheit. So konnten die Kantone u.a. frei wählen, ob sie die Subventionsbeiträge als Geldtransfer an die IPV-Bezüger auszahlen, oder als Sachtransfer direkt an die jeweilige Krankenkasse des Versicherten überweisen. Bei der Revision des KVG 2012 vereinheitlichte das Parlament die Auszahlungssysteme der IPV und schrieb neu allen Kantonen vor, ab 2014 die IPV-Beiträge direkt  an die Krankenkassen zu zahlen.

Der Fokus des Forschungsprojektes liegt auf der empirischen Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher Beantragungs- und Auszahlungsformen von staatlichen Transfers im Kontext der IPV. Konkret soll in erster Linie auf die folgenden Fragen eingegangen werden:
  • Wie beeinflusst die Auszahlungsform von staatlichen Transfers die finanzielle Situation der subventionierten Individuen? Lässt sich empirische Evidenz für den von der Politik angenommenen Vorteil von Sachtransfers finden?
  • Ändern Sachtransfers ihrerseits die Wahrnehmung von Preisen und damit die Preissensitivität. Nimmt insbesondere die Suchintensität der IPV-Bezüger in Folge eines Wechsels von Geld- zu Sachtransfers ab?
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12/05/2021