Das Life Sciences-Cluster in Basel
Project funded by own resources
Project title Das Life Sciences-Cluster in Basel
Principal Investigator(s) Vogel, Thomas
Co-Investigator(s) Schneider-Sliwa, Rita
Organisation / Research unit Departement Umweltwissenschaften / Geographie,
Departement Umweltwissenschaften / Humangeographie / Stadt- und Regionalforschung (Schneider-Sliwa)
Project start 19.09.2014
Probable end 30.08.2018
Status Active
Abstract

1    Hintergrund
Die Nordwestschweiz ist eine der stärksten Wirtschaftsregionen der Schweiz (ROTH 2008: 47). Grundlage dieser ökonomischen Leistung waren die pharmazeutische und die chemische Industrie, die ihren Ursprung in Basel bereits im 18. Jahrhundert haben. Aus ihnen ist das heutige Life Sciences-Cluster entstanden, das als Wachs- tumstreiber für die Region fungiert und ihren Wohlstand sichert (FUNK 2013: 139). Innerhalb des Clusters ist die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung über Produktion bis zum Vertrieb ansässig. Damit ist die Nordwestschweiz ein weltweit führendes Zentrum der Life Sciences-Industrie und besitzt globale Bedeu- tung innerhalb der Branche. Dies unterstreichen auch die Hauptsitze einiger der größten Pharma- und Agroche- mieunternehmen der Welt in Basel (BASELAREA 2012: 1f.; ZELLER 2011: 68ff.).

2    Zielsetzung/Forschungsfragen
Ziel der Arbeit ist die Dokumentation des Life Sciences-Clusters in der Nordwestschweiz und die Analyse seiner Entwicklung, seiner inneren Abläufe sowie der Steuerungsprozesse.
Forschungsfragen (vorläufig):
•    Wie setzt sich das Life Sciences-Cluster in Basel zusammen (Akteure/Clustermapping)?
•    Wie und unter welchen Bedingungen hat sich das Cluster ursprünglich in Basel entwickelt?
•    Welche treibenden Faktoren und Akteure sind für die Clusterentwicklung/-steuerung massgebend?
•    Welche Vorteile ergeben sich für die Akteure durch den Standort Basel sowie durch Investitionen in das Cluster (Clustereffekte)?
•    Was sind die bedeutenden Standortfaktoren/Alleinstellungsmerkmale der Region Basel und welche Rol- le spielen sie für die Firmen und Familienunternehmen?

3    Relevanz
Die Theorie der Cluster besitzt heute besonders in der Politik einen großen Stellenwert. Da Cluster einen Beitrag zur Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit einer Region leisten können, sind sie ein beliebtes Mittel im Be- reich der Planung und gezielten Finanzierung geworden (ECO DIAGNOSTIC 2008: 17; FUNK 2013: 149). Die Theorie bleibt allerdings in vielen Bereichen vage und beinhaltet keine eindeutige Analysemethode, um Cluster zu unter- suchen und zu validieren (ECO DIAGNOSTIC 2008: 12). Es fehlt an genauen und operationalisierbaren Definitionen des Begriffes. So sind Cluster häufig eher „standortpolitisches Wunschdenken“ (BERWERT et al. 2004: 8) anstelle eines Ergebnisses einer tiefgreifenden Analyse und daraus resultieren Umsetzungsstrategien (ebd.).
Bisherige Arbeiten beschäftigen sich meist mit der Existenz oder Beschreibung eines vorhandenen Clusters. Sie gehen jedoch nicht der Frage nach, wo und unter welchen Umständen Cluster entstanden sind bzw. entstehen. Es fehlt an Aussagen, was genau Cluster zusammenhält und was sie antreibt. Ebenso fehlt es im Raum Basel an einem grundlegenden Cluster-Mapping und Informationen zu den zugehörigen Firmen (HKBB 2014: 15).


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17/07/2018