Jüdischer Kulturraum Aargau
Third-party funded project
Project title Jüdischer Kulturraum Aargau
Principal Investigator(s) Picard, Jacques
Co-Investigator(s) Bhend-Schaffner, Angela
Organisation / Research unit Departement Gesellschaftswissenschaften / Fachbereich Kulturanthropologie,
Departement Gesellschaftswissenschaften / Jüdische Geschichte und Kultur der Moderne (Picard)
Project Website http://www.kulturwissenschaft.unibas.ch
Project start 01.01.2016
Probable end 30.12.2018
Status Completed
Abstract

Das vorliegende Projekt hat den „Jüdischen Kulturraum Aargau“ im Sinne einer Reaktualisierung des materiellen und immatriellen Kulturerbes im Kanton Aargau als Wissensraum in der Gegenwart zum Gegenstand. Dieser Wissensraum soll in seiner Vielfalt unterschiedlichen Ansprechgruppen zugänglich gemacht werden. Dazu soll eine wissenschaftsbasierte Publikation bereit gestellt werden, die einerseits bestehende oder noch zu leistende Forschungen in einem Überblicksband vereint, andererseits mit einer gut sortierten Darstellung sich an ein allgemein gebildetes und interessiertes Publikum adressiert.

Der Kulturraum Aargau hört dabei nicht an der Kantonsgrenze auf. Vielmehr hat der jüdische "Wissensraum Aargau" historisch und kulturell auch Bezüge in topografische wie imaginäre Räume ausserhalb des engeren Gebietes Aargau – mithin bis New York und Tel Aviv oder in Romanen und Bildern von Kulturschaffenden. Migration und der Wandel von Lebenswelten und Tradionenen sind somit ein Fokus in der geplanten Publikation. Im Mittelpunkt steht indes auch der geografische Raum des Kantons, mit dem Surbtal und den aargauischen Städten wie Baden, Bremgarten und Zurzach sowue Aarau und Zofingen.

Von erheblicher Bedeutung ist das Leitbild der Repräsentation: Es geht um die Konvivenz – genauer: das alltägliche Zusammenleben, die Konvivenz von Menschen aus jüdischen, christlichen und bürgerlichen Lebenswelten. Die Repräsentation von Konvivenz bezieht sich ebenso auf die dörflichen Untertanen in der Gemeinen Herrschaft der alten Eidgenossenschaft wie auch auf deren schrittweise Verbürgerlichung auf dem Weg in die Moderne. Diese Konvivenz wird unter anderem auch im geplanten Kapitel "Doppeltür" zum Ausdruck kommen, womit sich eine Vielzahl von lebensweltlichen Aspekten und Polyvalenzen einfassen lassen werden.

Das geplante Buch in einer Projektlaufzeit von 2016 bis 2018 wird einen deutlich multidisziplinären Charakter erhalten. Beteiligt sein werden Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Disziplinen wie Geschichte, Archäologie, Judaistik, Kunstgeschichte, Architekturgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Kulturanthropologie und Sprachforschung.

Das Publikationskonzept geht von sechs Buchteilen aus. Eingesetzt wird als Auftakt mit einem gegenwartsorientierten Teil, der den Titel „Im Aargau, aus dem Aargau: Zeichen und Zeugen einer vielschichtigen Zeit“ trägt; am Ende wird dieser Bogen geschlossen, indem dieses nochmals zitiert und aufgenommen wird: „Jüdischer Kulturraum Aargau: Zeiten, Zeichen und Zeugen Reloaded“. Dazwischen werden Epochen und Zeiten mit thematisch entsprechenden Titeln aufgespannt, wissenschaftlich beleuchtet, inhaltlich problembewusst präsentiert und in Überblicken veranschaulicht, wofür vier Buchteile vorgesehen sind. Anhand unterschiedlicher Textformate, die unterschiedlichen Funktionen dienen, soll die Vielfalt des Sammelbandes auch in seiner formalen Struktur gewährleistet werden. Durch Überblickskapitel sollen historische Epochen als Ganzes vorgestellt werden, durch Themenüberblicke speziellere Fragen verständlich gemacht werden. Mit Streiflichter und Essays kommen besonders interessante Themen und Befunde in den Vordergrund. Schliesslich werden durch Porträts Menschen und individuelle Biografien, die auch Familienschicksale umfassen können, lebendig.

Das Forschungs- und Publikationsprojekt wird vom Kanton Aargau / Swisslos Fond finanziert. Die Projektleiung liegt bei Prof. Jacques Picard, das Projektmanagment bei Lic.phil. Angela Bhend.

Keywords Kulturerbe; Aargau; Juden; Judentum; Schweiz; Surbtal; Jüdische Geschichte; Kulturanthropologie
Financed by Other sources
   

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13/11/2019