"Open Theism". Philosophische, biblische und systematische Begründungszusammenhänge einer theologischen Bewegung am Beispiel Gregory Boyds
Third-party funded project
Project title "Open Theism". Philosophische, biblische und systematische Begründungszusammenhänge einer theologischen Bewegung am Beispiel Gregory Boyds
Principal Investigator(s) Bernhardt, Reinhold
Organisation / Research unit Fachbereich Theologie / Systematische Theologie, Dogmatik (Bernhardt)
Project start 01.10.2014
Probable end 30.09.2016
Status Completed
Abstract

Vor dem Hintergrund der Leidenserfahrungen im 20. Jahrhundert ist eine intensive theologische Diskussion um die klassischen Axiome der Leidensunfähigkeit, Unveränderlichkeit und Allmacht Gottes geführt worden. Dabei hat sich die Rede vom »leidenden Gott« etabliert.

Das zu bearbeitende Projekt erhellt die Problematik anhand einer besonders kontroversen Debatte im US-amerikanischen Raum, welche in den 1980er Jahren ihren Anfang nahm. Die unter dem Schlagwort »Open Theism« (im Folgenden "OT") bekannt gewordene theologische Bewegung plädiert für ein »offenes« Verständnis des Wesens und Handelns Gottes: Gott lässt dem Menschen einen genuinen Raum zur Freiheit und damit zur Liebe – und nimmt dafür ein Moment der Unkontrollierbarkeit und Unvorhersehbarkeit der Geschichte in Kauf. Speziell im Blick auf die Theodizee findet der Open Theism zu alternativen Antworten, welche die Aporien der klassischen Positionen überwinden, aber auch massive theologische und philosophische Kritik provozieren.

Diese im deutschsprachigen Raum noch kaum bekannte Bewegung soll historisch und systematisch aufgearbeitet und damit einer Rezeption zugänglich gemacht werden. Um die Materialgrundlage des Projekts sinnvoll einzugrenzen, wird sich die Auseinandersetzung mit dem »Open Theism« auf einen seiner Hauptvertreter, Gregory A. Boyd, konzentrieren.

Financed by Swiss National Science Foundation (SNSF)
   

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22/10/2018