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Dissertationsprojekt: Innovative Ausbildungsformen für ’moderne’ Dienstleistungsberufe? Potenziale von Lehrbetriebsverbünden als neuer Organisationsform der beruflichen Grundbildung zur Beförderung einer flexibilisierten Form von Arbeitskraft
Project funded by own resources
Project title Dissertationsprojekt: Innovative Ausbildungsformen für ’moderne’ Dienstleistungsberufe? Potenziale von Lehrbetriebsverbünden als neuer Organisationsform der beruflichen Grundbildung zur Beförderung einer flexibilisierten Form von Arbeitskraft
Principal Investigator(s) Leemann, Regula Julia
Imdorf, Christian
Co-Investigator(s) Kraus, Katrin
Project Members Birr, Lorraine
Organisation / Research unit Departement Gesellschaftswissenschaften / Bildungssoziologie (Imdorf)
Project Website http://www.bildungssoziologie.ch/lehrbetriebsverbuende/
Project start 01.08.2012
Probable end 31.12.2015
Status Completed
Abstract

Ausgangspunkt des Dissertationsprojektes ist die Herausbildung flexibilisierter Arbeitsorganisationen im deutschsprachigen Kontext, zu der es im Zuge der Transformation der Industriegesellschaft kam, und welche insbesondere im modernen Dienstleistungssektor dominieren. Diese verlangen nach einer Form von Arbeitskraft, welche sich v.a. durch einen relativen Bedeutungsverlust von Fachlichkeit gegenüber berufsübergreifenden Schlüsselkompetenzen auszeichnet und damit dem von Voß beschriebenen theoretischen Konzept des Individualberufes sehr nahe kommt. Demgegenüber ist die dual organisierte Berufsbildung in der Beförderung von Arbeitskraft noch stark am Fachberuf orientiert und gerät deshalb zunehmend unter Modernisierungsdruck. In diesem Kontext sind Lehrbetriebsverbünde (LBV) eine netzwerkartige, flexibilisierte Organisationsform der beruflichen Grundbildung vielversprechend. Als Zusammenschluss unterschiedlicher Lehrbetriebe zeichnen sie sich durch strukturelle Bedingungen aus, welche den Aufbau von Schlüsselkompetenzen begünstigen. Lorraine Birr untersucht aus organisationssoziologischer Perspektive das Potenzial von LBV zur Beförderung einer Form von Arbeitskraft, welche den Anforderungen, die der Berufsalltag in flexibilisierten Arbeitsorganisationen an Beschäftigte stellt, Rechnung trägt.


Die Forschungsfrage wird im Rahmen eines multiple Case Study Designs exemplarisch an zwei Fällen untersucht, wobei jeder Fall die Ausbildung eines modernen Dienstleistungsberufes in einem LBV repräsentiert. Die Untersuchung basiert auf unterschiedlichen Datenquellen. Hierzu gehören neben Informationsmaterialien zu den ausgewählten LBV und Berufsbildern auch leitfadengestützte Interviews mit der Leitorganisation und ausgewählten Mitgliedsbetrieben beider LBV sowie Experteninterviews mit Berufsverbänden. Die Datenauswertung erfolgt qualitativ und theoriegeleitet anhand der französischen Soziologie der Konventionen (Luc Boltanski und Laurent Thévenot) sowie des daran anknüpfenden theoretischen Konzepts der Worlds of Production (Robert Salais und Michael Storper).
Das Projekt ist in berufsbildungspolitischer Hinsicht relevant, indem es theoretisch verallgemeinerbare, empirisch begründete Aussagen darüber erlaubt, welche Relevanz LBV in Hinblick auf den darin beförderten Typus von Arbeitskraft als zukunftsfähiger Ausbildungsform innerhalb des dualen Berufsbildungssystems zukommt. Die Dissertation ist eingebettet in das SNF-geförderte Forschungsprojekt „Lehrbetriebsverbünde in der Praxis – Eine multiple Fallstudie zum Funktionieren und den Anforderungen einer neuen Organisationsform der betrieblichen Lehre aus Sicht verschiedener Akteure“ (http://www.bildungssoziologie.ch/lehrbetriebsverbuende/) und wird betreut von Regula Julia Leemann (PHNW), Christian Imdorf (Universität Basel) und Katrin Kraus (PHNW).

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15/06/2024