Text und Bewegung. Der Sinn der Sinnlichkeit und das Unbehagen im Ich
Project funded by own resources
Project title Text und Bewegung. Der Sinn der Sinnlichkeit und das Unbehagen im Ich
Principal Investigator(s) Signer, Ruth
Project Members Signer, Ruth
Organisation / Research unit Departement Sprach- und Literaturwissenschaften / Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Gess)
Project start 01.06.2012
Probable end 01.06.2016
Status Completed
Abstract

Eine Theorie des bewegten und bewegenden Text stellt Fragen nach lustvoller Rezeption, poetischer Klanglichkeit und materieller Selbstreferenz einerseits und Fragen nach Ästhetik und gesellschaftlicher Ordnung andererseits. Roland Barthes Die Lust am Text, Julia Kristevas Die Revolution der poetischen Sprache und Theodor W. Adornos Ästhetische Theorie leisten in diesem Feld eine Verbindung von Semiotik und Psychoanalyse, von Rezeptionsästhetik und ästhetischer Theorie. Über den Begriff der Bewegung lassen sich diese Ansätze in einen Zusammenhang stellen und als drei Stadien durchschreiten: Erstens in der Analyse des Verhältnisses von lustvoller Rezeption und Selbstabwendungsprozessen und zweitens in der Frage nach dem Affektiven im Text. In einem dritten und letzten Teil der Dissertation wird der Bewegungsbegriff mit Theodor W. Adorno auf seine gesellschaftlichen Dimension hin überprüft. Welchen Gefahren sieht sich eine reine positivistische Setzung des Körpers ausgesetzt und in welches Wagnis begibt sich Genuss unter den möglichen Bedingungen des „Verblendungszusammenhanges“ und der „Kulturindustrie“? Eine Rekonstruktion Adornos Ausführung sollen das Verhältnis von Text und Bewegung neu beleuchten und als Folie für Kritik dienen an einer zu einfach gefassten Dichotomie von Sinnlichkeit und Rationalität, von Lust und Askese und damit die psychoanalytisch geprägten Theorien für eine Theorie des bewegten und bewegenden Text konstruktiv ergänzen.

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11/12/2018